• Ann Pearlman - Der Christmas Cookie Club

    Kurzbeschreibung (Klappentext):
    Alle Jahre wieder treffen sich die zwölf Freundinnen in Marnies festlich geschmücktem Wohnzimmer zum Christmas Cookie Club. Sie erzählen und plaudern, lachen und weinen, streiten und versöhnen sich.
    An diesem ganz besonderen Abend sind die Frauen einander so nah wie nie – Freundinnen fürs Leben, was immer auch geschieht.

    Meine Meinung:
    Schon durch das wunderschön gestaltete Cover sticht „Der Christmas Cookie Club“ sofort ins Auge. Die Ankündigung „mit großem Rezeptheft“ lässt das Herz jedes Hobbybäckers höher schlagen. Das Rezeptheft konnte ich in meinem Exemplar leider nicht finden, jedoch sind die Rezepte auch im Buch abgedruckt, so dass dem Nachbacken der Cookies nichts im Wege steht.
    Neben den Rezepten findet man vor jedem Kapitel eine kurze Erläuterung zu bestimmten Backzutaten. Diese Informationen lesen sich recht interessant, man erfährt auch einiges Neues, meiner Meinung nach hätten darauf aber auch verzichtet werden können.

    Den größten Teil des Buches nehmen aber die Geschichten von Marnie, der Cookie- Hexen- Chefin, und ihrer elf Cookie- Hexen ein. In jeweils einem Kapitel wird die Geschichte einer Frau und ihr Kennenlernen mit Marnie erzählt. Nebenbei erfährt man noch Vieles über Marnies Leben und das ihrer Töchter Sky und Tara.

    Der Titel lässt darauf schließen, dass es sich bei „Der Christmas Cookie Club“ um ein Weihnachtsbuch handelt. Hauptsächlich geht es jedoch um die Freundschaft zwischen Frauen, die miteinander durch Dick und Dünn gehen und sich in jeder Lebenslage unterstützen. Einige der Cookie- Hexen müssen harte Schicksalsschläge verkraften, die ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt haben. So leiden oder litten beispielsweise 7 der 12 Frauen an Krebs. Besonders bewegt hat mich, dass im Leben der Autorin ein realer Christmas Cookie Club existiert, in dem wirklich 7 von 12 Frauen krebskrank sind oder waren. Die Geschichten sind laut der Autorin aber rein fiktiv.

    Obwohl das Buch über keinen Spannungsbogen verfügt, ist es wunderbar zu lesen und man kann es kaum aus der Hand legen. Zu interessant sind die Geschichten der einzelnen Frauen, und im Hintergrund schwebt immer die Frage: Was wird aus Skys Baby? Die Freundschaft der Frauen untereinander wird sehr intensiv und eindrucksvoll beschrieben, und mehr als ein Mal hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen, weil mich eine Stelle so sehr berührt hat.
    Sehr interessant und vor Allem anregend fand ich auch die Ideen zur kreativen Verpackung der Cookies.

    „Der Christmas Cookie Club“ ist ein wunderschönes Buch über die Freundschaft zwischen Frauen, gepaart mit einem Rezeptbuch für leckere Plätzchen. Dieses Buch eignet sich perfekt für einen kalten Herbstabend, den man auf dem Sofa verbringt (und vielleicht beim Lesen sogar ein paar selbstgebackene Cookies nascht?).

  • Isabel Abedi las in Oldenburg aus "Lucian"

    Am Samstag, dem 14. November, war Isabel Abedi auf der Kinder- und Jugendbuchmesse, kurz KIBUM, in Oldenburg zu Gast. Um 15.00 Uhr las sie zuerst für die kleineren Leser aus dem sechsten Band ihrer beliebten Lola- Reihe, „Lola auf Hochzeitsreise“. Leider wollten mehr Kinder die Lesung besuchen, als es Plätze gab, so dass einige der kleinen Messebesucher enttäuscht draußen bleiben mussten. Sehr ärgerlich war vor Allem, dass fast mehr Erwachsene als Kinder in der Lesung saßen, da einige Kinder direkt von beiden Elternteilen begleitet wurden und die Erwachsenen den Kindern, die noch draußen standen, ihre Plätze nicht überließen. Echte Lola- Fans ließen sich jedoch nicht davon abhalten, vor der Tür auszuharren, um am Ende wenigstens noch ihre Bücher von der Autorin signieren zu lassen.

    Pünktlich um 17.00 begann die Lesung aus Isabel Abedis neuem Jugendroman „Lucian“. Auch diese Veranstaltung war sehr gut besucht, aber hier reichten die Stühle aus, niemand musste draußen bleiben. Auch einige jüngere Kinder, die wohl bei „Lola“ keinen Platz mehr bekommen hatten, nutzen diese Chance, um Isabel Abedi doch noch live zu sehen. Zuerst erzählte die in Hamburg lebende Autorin ein wenig über die Entstehungsgeschichte des Buches und las den Zuhörern dann etwa 30 Minuten daraus vor. Durch ihre sehr lebendige Art zu erzählen zog sie das Publikum direkt in ihren Bann und sorgte für einige Lacher.
    Anschließend führte sie eine eigens für die Lesungen aus „Lucian“ von ihr gebastelte Powerpointpräsentation vor, die die Zuhörer mit Fotos aus Hamburg und Los Angeles an die Handlungsplätze des Buches entführte.
    Zum Schluss beantwortete Isabel Abedi die Fragen der Besucher und signierte mitgebrachte Bücher. Auch Autogrammkarten lagen für die Fans zum Mitnehmen bereit.

    Isabel Abedi war unglaublich nett und sympathisch und nahm sich sehr viel Zeit für die Leser ihrer Bücher. Für jeden hatte sie ein nettes Wort über und war die ganze Zeit über gut gelaunt und fröhlich. Leider müssen wir auf ihren nächsten Jugendroman wohl noch einige Zeit warten, aber sie versprach, sich zu beeilen. ;)

  • Miriam Broicher - Tor zum Schattenland

    Kurzbeschreibung (Klappentext):
    Lea ist ein ganz normales Mädchen, allerdings mit einem Unterschied: Nur sie trägt das Mal. Eines Tages führt ein Fremder sie an einen fernen und magischen Ort, eine Welt, in der es sie noch gibt: Feen und Elfen, Drachen und Einhörner. Aber so schön dieser Ort ist, so viele Gefahren birgt er auch: Um ihre entführte Familie zu befreien, muss Lea sich auf eine lange und gefährliche Reise begeben. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als nach Köln zurückzukehren – bis sie sich verliebt.

    Meine Meinung:
    Die Autorin des Buches, Miriam Broicher, ist 1990 geboren, ein Umstand, der die gewöhnungsbedürftige Schreibweise und die manchmal holprigen und knappen Formulierungen entschuldigt. Dennoch erkennt man schnell, dass in dieser jungen Frau großes schrifstellerisches Potenzial steckt. Die Geschichte ist nicht schlecht, und wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat, lässt sie sich auch recht gut lesen. An einigen Stellen hätte ich mir jedoch gewünscht, sie hätte mir mehr Zeit an bestimmten Orten und mit bestimmten Charakteren gelassen. Die Handlung rast nur so dahin, alles wird kurz und knapp abgehandelt, dabei hat die Autorin eine fantastische Welt geschaffen, in der ich mich gerne intensiver „umgesehen“ hätte.

    „Tor zum Schattenland“ ist keine reine Liebesgeschichte, aber auch kein reines Abenteuer. Beide Aspekte werden behandelt, aber irgendwie ist das Buch eine Mischung aus vielen verschiedenen Genres.

    Aufgrund der doch recht schlichten Schreibweise würde ich das Buch eher jüngeren Jugendlichen empfehlen. Aber ich denke, dass Miriam Broicher in ein paar Jahren durchaus in der Lage sein wird, Bücher für Erwachsene zu schreiben.

  • Audrey Niffenegger - Die Zwillinge von Highgate

    Kurzbeschreibung:
    Als Elspeth Noblin mit 43 Jahren an Leukämie stirbt, vermacht sie ihr Hab und Gut den Zwillingen Julia und Valentina. Julia und Valentina, ihren Nichten, die sie seit über 20 Jahren nicht gesehen hat. Julia und Valentina, den Zwillingstöchtern ihrer eigenen Zwillingsschwester Edie, von der sich Elspeth vor 20 Jahren abgewandt hat. Die beiden Mädchen treten das Erbe, das an seltsame Bedingungen geknüpft ist, an und ziehen nach London, in das Haus, in dem Elspeth lebte, und in dem auch ihr Lebensgefährte, der Historiker Robert, sowie der psychisch kranke Martin, der sein Geld mit dem Schreiben von Kreuzworträtseln verdient, wohnen.
    Die Verstorbene ist als Geist in ihrer Wohnung gefangen und versucht, sich den Bewohnern bemerkbar zu machen, was ihr schließlich auch gelingt. Mit ihrer Hilfe versuchen die Zwillinge, hinter das Geheimnis ihrer Familie zu kommen, nicht ahnend, dass sie Teil eines völlig anderen Planes sind.

    Meine Meinung:
    Die Zwillinge von Highgate ist Audrey Niffeneggers zweiter Roman. Sie nimmt uns mit nach London, auf den Highgate Cemetery und in das Leben von Elspeth Noblin. Man trauert mit Robert, ihrem Partner, als sie an Leukämie stirbt, und wundert sich mir Valentina und Julia über das seltsame Testament. Es fällt leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen, besonders, da die Geschichte zu Beginn noch so „normal“ scheint. Langsam und beinahe unmerklich führt die Autorin den Leser an die fantastischen Aspekte der Geschichte heran, überfällt ihn aber nicht damit.

    Der Schreibstil ist leicht und flüssig, aber keineswegs seicht. Die Autorin versteht es, Dinge zu beschreiben, und geht mit Themen wie Tod und Trauer sehr einfühlsam um. An anderen Stellen wiederum ist sie auch mal sehr direkt. Diese Mischung macht die Lektüre ihrer Werke sehr angenehm.

    Sehr schön fand ich, dass es Audrey Niffenegger gelungen ist, bei fast jedem ihrer Charaktere die „beiden Gesichter“ zu beleuchten.

    Die Idee hinter Die Zwillinge von Highgate gefällt mir sehr gut, ebenso wie der größte Teil des Buches. Auch wenn es in dem Buch überwiegend um die Themen Tod und Trennung geht, wirkt es jedoch nicht erdrückend und negativ, ganz im Gegenteil. Es macht Hoffnung, dass Liebe auch über den Tod eines Menschen hinaus weiterbestehen kann.
    Zum Ende hin wurde mir die Geschichte jedoch ein wenig ZU fantastisch und unrealistisch. Das Familiengeheimnis, dass die ganze Handlung so spannend macht, wird auf ein paar Seiten relativ unspektakulär aufgeklärt, und das Ende völlig anders als alles, was man sich vorstellen konnte. Irgendwie passt das Ende nicht richtig zum Rest der Geschichte. Dadurch wird die Geschichte ein wenig ins Lächerliche gezogen, was ich sehr schade fand.

  • Kathryn Smith - Tochter der Träume

    Kurzbeschreibung:
    Äußerlich ist Dawn Riley ein ganz normaler Mensch. Sie ist renommierte Psychologin und eine Koryphäe auf dem Gebiet der Traumforschung. In Wahrheit jedoch ist Dawn die Tochter des Traumgottes Morpheus und einer sterblichen Frau. Doch Dawn hat sich von ihren Eltern und der Traumwelt abgewandt und versucht, ein normales Leben in der Welt der Menschen zu führen. Als sie eines Tages den Künstler Noah kennenlernt, der glaubt, dass seine Träume ihn töten wollen, und sich in ihn verliebt, ist sie jedoch gezwungen, sich mit ihrer Familie und der Traumwelt auseinanderzusetzen.

    Meine Meinung:
    War ich zu Beginn der Lektüre davon ausgegangen, es handle sich bei „Tochter der Träume“ um ein Jugendbuch, wurde ich während des Lesens schnell eines Besseren belehrt. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin sowohl Kampf- als auch Sexszenen, und auch sonst hat die Geschichte nichts mit einem Jugendbuch gemein. „Tochter der Träume“ ist spannend und actiongeladen, an einigen Stellen aber auch unheimlich. Man erfährt viel Interessantes über Träume und ihre Mythologien. Die Handlung ist sehr nahe an der Realität gestrickt, so dass es dem Leser leicht fällt, sich in die Welten von Dawn hineinzuversetzen.

    Nachdem ich über Kathryn Smith´ “Schattenritter“ wenig Gutes gehört hatte, bin ich mit geringen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde sehr positiv überrascht. Es war an keiner Stelle langweilig und lies sich sehr gut in einem Rutsch weglesen. Sehr schön fand ich es auch, mal etwas über Traumwesen zu lesen statt über die üblichen Fantasiewesen, die momentan den Buchmarkt bevölkern. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, mir hat es gut gefallen.

  • Lesung von Mirjam Pressler aus "Grüße und Küsse an alle"

    Am 27. Oktober 2009 war Mirjam Pressler in der Remigius Bücherei in Borken zu Gast. 90 Minuten las die große Dame der deutschen Kinder- und Jugendliteratur vor einem leider etwas kleinen Publikum aus ihrem neuen Werk „Grüße und Küsse an alle. Die Geschichte der Familie von Anne Frank“. Sie erzählte, wie die Idee zu diesem Buch entstanden, es zu der Zusammenarbeit mit Buddy und Gerti Elias gekommen war und stand den gebannt lauschenden Zuhörern Rede und Antwort. Im Anschluss an einen beeindruckenden Vortrag nahm sie sich die Zeit, Bücher zu signieren und hatte für jeden ein paar nette Worte übrig.

    Vielen herzlichen Dank für diesen gelungenen Abend, Frau Pressler!

  • Isabel Abedi - Lucian

    Kurzbeschreibung:
    Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.

    Meine Meinung:
    Isabel Abedis neustes Werk liest sich zu Beginn wie ein ganz normaler Roman, und doch wird man das Gefühl nicht los, dass Lucian so ganz und gar nicht normal sein kann. Zwar gibt es keine offensichtlichen Anzeichen darauf, doch der Autorin gelingt es, eine so mystische Atmosphäre aufzubauen, dass man gar nicht anders kann als an Lucians Normalität zu zweifeln. Immer wieder wirft sie dem Leser kleine Hinweise hin, die ihn zum Grübeln bringen. Mit der Auflösung der Geschichte lässt sie sich jedoch Zeit und den Leser zappeln. An manchen Stellen ist die Spannung schier unerträglich, man möchte unbedingt wissen, was das Geheimnis von Lucian ist und wie sein Schicksal mit dem Rebeccas verwoben ist. Aber man muss sich durch gut 550 Seiten kämpfen, um des Rätsels Lösung zu erfahren, was dazu beiträgt, dass die Geschichte von Anfang bis Ende unglaublich spannend bleibt.

    Isabel Abedi versteht es, jedem einzelnen Charakter eine eigene Geschichte zu geben, aber auch, diese am Ende sehr geschickt miteinander zu verweben. Die Geschehnisse sind jedoch nicht immer leicht zu verstehen und es wird dem Leser einige Zeit abverlangt, um die Hintergründe zu erfassen. Am Schluss der Geschichte werden jedoch alle Fragen geklärt, da „Lucian“ in sich abgeschlossen ist. Es hat mir sehr gut gefallen, dass ich jetzt nicht monatelang auf eine Fortsetzung warten muss.

    Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, detailverliebt und kurzweilig. Man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und hat das Gefühl, an allem tatsächlich teilzunehmen.

    Ein wenig gestört haben mich jedoch die Anglizismen, die Isabel Abedi in ihre Geschichte eingebaut hat. Die Handlung spielt zum größten Teil in Hamburg, da finde ich Begriffe wie „Eisdealer“ oder „Diner“ einfach unpassend. Ansonsten gibt es an „Lucian“ jedoch nichts auszusetzen. Ein wirklich spannendes und interessantes Buch!

  • Demnächst auf teachocolateandbooks

    Hier einige Neuerscheinungen, deren Buchbesprechungen im Laufe der nächsten Zeit auf teachocolateandbooks veröffentlicht werden.

    Isabel Abedi: Lucian
    Wolfgang Hohlbein: Glut und Asche
    Ann Pearlman: Der Christmas Cookie Club
    Miriam Broicher: Tor zum Schattenland
    Kathryn Smith: Tochter der Träume
    Jocelynn Drake: Night Walker - Jägerin der Nacht
    P.C. & Kristin Cast: Gezeichnet
    Lara Adrian: Gesandte des Zwielichts
    Kerstin Gier: Saphirblau

  • Ulrike Schweikert - Das Herz der Nacht

    Kurzbeschreibung:
    Ein grausamer Mörder, der seinen Opfern brutal die Kehle herausreißt, treibt im Wien des 19. Jahrhunderts sein Unwesen. Doch Graf András Petru Bárthory , ein zweihundert Jahre alter Vampir aus Transsilvanien, entdeckt schnell, dass kein menschlicher Mörder hinter den Überfällen steckt. Wien wird von einem weiteren, blutrünstigen Vampir heimgesucht, der auch vor den Freunden András´ nicht haltmacht.

    Meine Meinung:
    „Das Herz der Nacht“ beschreibt das „Leben“ des Vampirs András Petru Bárthory alias Peter von Borgo (bekannt aus Schweikerts Romanen „Der Duft des Blutes“ und „Feuer der Rache“) im 19. Jahrhundert. Der Autorin ist es gelungen, eine fantastische Vampirgeschichte in einen wunderbaren historischen Roman einzubetten. Die Beschreibungen des altertümlichen Wiens zur Zeit Mozarts und Beethovens nehmen den Leser mit auf eine spannende Zeitreise, bei der man das Gefühl hat, bei einer Kutschfahrt im Prater oder beim Wiener Schlittenkarusell dabeizusein.
    Sehr beeindruckt hat mich die ausführliche Beschreibung des großen Brands von Hamburg, den Ulrike Schweikert in den kleinsten Details schildert. Man merkt, dass sich die Autorin umfassend über dieses Thema informiert hat.
    Die Geschichte braucht keine lange Vorlaufzeit, der Leser ist direkt drin in der Geschichte, die von Anfang bis Ende spannend ist und nie langweilig wird.

    Die Figuren erscheinen allesamt sehr authentisch. Besonders András kommt sehr sympathisch rüber, aber auch Therese, Karoline und Sophie schließt der Leser schnell in sein Herz. Man kann sich mit jeder dieser Figuren gut identifizieren, von den für die Geschichte wichtigen Charakteren bleibt dem Leser keiner fremd.

    Um die Brücke zu ihren anderen Peter von Borgo Romanen zu schaffen, musste Ulrike Schweikert den Schauplatz der Geschichte wohl von Wien nach Hamburg verlegen. Mir persönlich war der Teil der Handlung, der in Hamburg spielt, etwas zu viel. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte nach dem „Showdown“ in Wien ein gutes Ende gefunden. Auch das Schicksal von Karoline hätte ich mir anders gewünscht. Aber diese kleinen (und von mir persönlich empfundenen) Makel tun der Geschichte keinen Abbruch. Mit „Das Herz der Nacht“ ist es der Autorin gelungen, ein wundervolles Werk zu schaffen, das sowohl Vampirbegeisterte als auch Liebhabern von historischen Romanen gefallen wird.

  • Ines Veith und Jutta Gallus lesen am 5.11. in Osnabrück aus "Die Frau vom Checkpoint Charlie"!

    Jutta Gallus und Ines Veith lesen aus "Die Frau vom Checkpoint Charlie"

    Dresden 1982: Nach einem gescheiterten Fluchtversuch wird Jutta Gallus von den DDR- zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Sie muss in das berüchtigte Frauenzuchthaus Burg Hoheneck/Stollberg, ihre beiden Töchter Claudia (11) und Beate (9) kommen ins Heim. Als Jutta Gallus nach zwei Jahren schließlich vom Westen freigekauft wird, beginnt ein sechs Jahre dauernder ungewöhnlicher Kampf um ihre Kinder. Bei Wind und Wetter steht sie mit einem Plakat am Checkpoint Charlie – »Gebt mir meine Kinder zurück!«, lautet ihr öffentlicher Protest. Doch vier lange Jahre sollen vergehen, bis Jutta Gallus endlich ihre Töchter in die Arme schließen kann.

    Das bewegende Schicksal der Frau vom Checkpoint Charlie wurde 2007 von der ARD verfilmt.

    Ines Veith studierte Filmwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Sie arbeitete beim WDR und ist seitdem als freie Journalistin und Autorin tätig.

    5. November 2009

    Beginn: 19.30 Uhr
    Vortragssaal VHS Osnabrück

    Bergstraße 8

    49076 Osnabrück

Über mich
Freunde (0)

Die Freundesliste ist leer.

Besucherzähler
Seitenaufrufe insgesamt:
1851
Seitenaufrufe von heute:
0
Besucher insgesamt:
1154
Besucher heute:
0

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen von Privatpersonen, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.