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  • [getaggt] Harry Potter

    Seit ein paar Tagen findet man auf einigen Blogs einen interessanten Tag zum Thema "Harry Potter", den ich mir als großer Fan der Bücher na klar nicht entgehen lassen will. Wer die Bücher nicht kennt, sei gewarnt, hier wird gespoilert, was das Zeug hält!

    1. Deine Harry Potter Geschichte, deine erste Begegnung mit Harry Potter?
    Das war in der neunten Klasse glaube ich, im Englischunterricht. Unsere Lehrerin brachte uns das erste Kapitel aus „Harry Potter and the Philosopher´s Stone“ mit. Im ersten Moment dachte ich „Gleis 9 ¾??? Was ist das für ein Quatsch?“, war dann aber total schnell im ersten Kapitel gefangen. Nachmittags bin ich dann direkt losgefahren und habe mir den ersten Band besorgt, damals noch auf Englisch. Die ersten drei Teile habe ich zunächst auf Englisch gelesen, ab Band 4 dann auf Deutsch bzw. zuerst Englisch, dann Deutsch.

    2. Hast du alle Bücher gelesen/Filme gesehen?
    Ja, und alle mehrfach.

    3. Wenn du sie gelesen hast - bevor du den Film geguckt hast, oder danach?
    Da ich die Bücher immer direkt nach Erscheinen gelesen habe, habe ich sie lange vor dem Kinostart des Films gelesen.

    4. Dein liebster HP Band/Film? Und schlechtester?
    Mein Lieblingsband ist Teil drei, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Ich liebe die düstere, bedrohliche Atmosphäre, die das ganze Buch über herrscht, und die geniale Wendung, die J.K. Rowling der Geschichte am Ende gibt. Außerdem tauchen Sirius Black und Remus Lupin das erste Mal auf.
    Am wenigsten mag ich Band 6, „Harry Potter und der Halbblutprinz“. In dem Buch passiert mir zu wenig.

    5. Dein Lieblingscharakter gut/böse?
    Hermine und Bellatrix Lestrange

    6. Lieblingsschauspieler/in?
    Robbie Coltrane als Hagrid

    7. In welchem Haus würdet ihr am liebsten sein, wenn ihr Schüler/in von Hogwarts wärt?
    Alles außer Slytherin. ;)

    8. Welches Haustier hättet ihr gerne?
    Eine Eule!

    9. Gefällt dir das Ende oder hättest du es dir anders gewünscht/vorgestellt?
    Ich hätte mir gewünscht, dass Sirius Black überlebt und Harry bei seinem Paten glücklich werden kann. Aber gut, die Autorin sah das anders, und mit dem Ende, das sie geschrieben hat, kann ich auch gut leben.

    10. Wolltest du auch schon immer mal Butterbier trinken?
    Habe ich schon mal. Wir haben dieses Jahr bei der Arbeit zu Karneval eine „Harry Potter Party“ organisiert, auf der es auch Butterbier gab. Schmeckte aber nicht sooooo lecker.

    11. Lieblingsort? (Hogsmeade, Hogwarts, Fuchsbau, Gemeinschaftsturm...)
    Sirius Haus am Grimmauldplatz, die Eulerei und Weasleys zauberhafte Zauberscherze

    12. Lieblingslehrer- und Schulfach?
    Remus Lupin in Verteidigung gegen die dunklen Künste.

    13. Traurigster Moment?
    Als Harry vor dem Spiegel Nerhegeb steht und realisiert, dass der Spiegel nicht die Zukunft zeigt, sondern nur dass, was man sich am allermeisten wünscht…

    14. Welches Fabelwesen ist dein Liebling? (z.B. Dobby..)
    Norbert!

    15. Welches Buchcover gefällt dir am besten?
    Ich mag das vom vierten Band am liebsten.

    16. Was wäre bei dir im Raum der Wünsche?
    Ein fliegender Besen und ein Drache, ebenfalls zum fliegen. Und vielleicht noch ein Hippogreif?

    17. Hast du mit 11 auch auf einen Brief von Hogwarts gewartet?
    Nein, denn damals gab es Harry Potter leider noch nicht.

    18. In was würde sich ein Irrwicht bei dir verwandeln?
    In eine dicke, fette Ratte.

    19. Was ist dein Lieblingsartefact? (Zeitumkehrer, Schwert von Gryffindor, Denkarium)
    Der Kotzpastillenspender aus dem Laden der Weasleys.

  • [Rezension] 99 und (m)ein Wunsch - Erica Bertelegni

    Inhalt:
    Auf der Suche nach neuem Lesestoff landet die fünfzehnjährige Aurora Bianchi in einer magischen Buchhandlung und bekommt 100 Wünsche geschenkt. 99 davon muss sie anderen Menschen erfüllen, der 100. Wunsch ist für sie selbst. Einige Wünsche sind einfach zu erfüllen, andere hingegen gar nicht, und dann wurde Aurora auch noch das Versprechen abgenommen, niemandem von der Magie zu erzählen! Schnell findet sich das Mädchen mitten in einem Wunschchaos wieder, das sie manchmal an den Rand des Wahnsinns treibt. Und dann ist da noch Alejandro, der Junge aus Madrid, den sich Auroras Freundin als ersten Freund für Aurora herbeigewünscht hat und für den sich Aurora gar nicht interessiert. Oder doch?

    Meine Meinung:
    „99 und (m)ein Wunsch“ ist das Debüt der erst dreizehnjährigen Erica Bertelegni, welches nicht nur in ihrer Heimat Italien für Furore sorgte. Über 300 Seiten stark ist ihre Geschichte um das junge Mädchen Aurora, das durch einen Zufall in die Welt der Magie gerät und deren Leben auf einmal völlig auf den Kopf gestellt wird. Die Idee hinter der Geschichte ist sehr einfallsreich und niedlich und die Umsetzung durchaus gelungen. Zwar gibt es hier und da ein paar winzige Logikfehler und ab und an mal einen Handlungsstrang, der ins Leere läuft, aber grundsätzlich ist die Handlung gut durchdacht.

    Bzgl. des Schreibstils darf nicht erwartet werden, dass er sich von dem erwachsener Autoren nicht unterscheidet. Die Wortwahl ist einfach, ebenso der Satzbau und Erica Bertelegni hält sich nicht großartig mit dem Ausschmücken ihrer Sätze auf. Dementsprechend schnell schreitet natürlich auch die Handlung voran. Trotzdem schafft die junge Autorin es, den Leser in den Bann ihrer Worte zu ziehen, auch wenn man sich immer vor Augen halten sollte, dass sie erst dreizehn Jahre alt ist.

    Erica Bertelegni hat mit „99 und (m)ein Wunsch“ gezeigt, dass großes Potenzial in ihr steckt und eine in meinen Augen beachtliche Leistung für ein erst dreizehnjähriges Mädchen abgeliefert. Sicherlich gibt es sowohl an der Handlung als auch am Schreibstil Verbesserungsbedarf, doch die Geschichte ist in sich stimmig und schafft es zu begeistern. Mir hat die Lektüre dieses Buches viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass von dieser talentierten jungen Autorin in Zukunft noch mehr zu hören ist.

    Bertelegni, Erica: 99 und (m)ein Wunsch (100 incanti), Hardcover, 400 Seiten,
    ISBN 9783596855384, Fischer KJB 2013, 14,99 €

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  • [Rezension] Die Patin - Kerstin Gier

    Inhalt:
    Neues aus der Insektensiedlung! Dieses Mal nehmen es Constanze, Mimi und Anne mit einer Autoschieberbande, einem rheinischen Schläger und natürlich der altbekannten Mütter- Society auf. Außerdem stehen diverse Ehe- und Beziehungsprobleme auf dem Programm, die ebenfalls gelöst werden wollen. Alle Hände voll zu tun für die Mütter- Mafia, die mit viel Witz und Einfallsreichtum sämtliche Schwierigkeiten aus dem Weg räumt.

    Meine Meinung:
    Auch im zweiten Teil ihrer "Mütter- Mafia"- Trilogie startet Kerstin Gier einen Angriff auf die Lachmuskeln. Constanze, Mimi, Anne und Trudi haben wieder mit diversen Querelen zu kämpfen, die ihnen das Leben erschweren, doch beweisen auch dieses Mal viel Mut und Einfallsreichtum um sie zu lösen. Die Einführung einiger neuer Charaktere sorgt für frischen Wind und bereichert die Geschichte sehr, zumal durch die neuen Figuren einige schon Bekannte in ein anderes Licht gerückt werden.

    Natürlich ist auch in "Die Patin" nicht alles eitel Sonnenschein, ganz im Gegenteil. Die Sorgen und Probleme, die sie haben, lassen die Geschichte wieder wie aus dem wahren Leben scheinen. Manche Dinge mögen zwar ein wenig überspitz und übertrieben dargestellt sein, doch im Großen und Ganzen ist alles sehr nahe an der Realität.

    Mit ihrem unvergleichlichen Humor gelingt es Kerstin Gier in diesem Buch erneut, für riesigen Lesespaß zu sorgen, aus dem man mit Bauchmuskelkater und vor lachen verheulten Augen wieder auftaucht. Ich kann es nur wiederholen: lest diese Buchreihe, egal, ob ihr Mütter seid oder nicht!

    Gier, Kerstin: Die Patin, Taschenbuch, 320 Seiten, ISBN 9783404154623, Bastei Lübbe 2012, 7,99 €

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  • [Rezension] Papa, hörst du mich? - Tamara Bos

    Klappentext (Text- und Bildquelle: Verlag Freies Geistesleben):
    Hört er mich noch, der geliebte Mensch, wenn er tot ist? Für den kleinen Polle am Bett seines nach langer Krankheit gestorbenen Vaters lautet die unerschütterliche Antwort: JA! Und so spricht er weiterhin mit ihm. Erzählt ihm alles, was Zuhause rund um die Beerdigung geschieht – mit ihm, mit Mama, mit seinem Bruder und dem Leben. Er erzählt davon, was bleibt, was sich verändert und was so unendlich wehtut und dennoch nicht ohne Hoffnung ist.

    Meine Meinung:
    "Papa, hörst du mich" setzt sich auf kindgerechte Art mit dem Thema Tod auseinander. Tamara Bos lässt den kleinen Polle, dessen Vater gerade verstorben ist, die Geschichte eines langen Kampfes gegen eine heimtückische Krankheit, des Todes und der anschließenden Trauer aus der Sicht eines Kindes erzählen. Polle erinnert sich an das Leben mit seinem Papa, an die schönen Momente, aber auch an die weniger schönen. Er darf sich auch an Momente erinnern, in denen er seinen Papa nicht so toll wie sonst fand oder sich über ihn geärgert hat. Tamara Bos zeigt den kleinen Lesern damit, dass es in Ordnung ist, auch Gefühle wie Wut oder Ärger gegen die verstorbene Person zu empfinden.

    In die Geschichte eingebettet sind alle Vorgänge rund um eine Beerdigung. Es wird erklärt, was mit dem Verstorbenen geschieht, von der Aufbahrung über die Abholung durch einen Bestatter bis hin zur Verbrennung im Krematorium. Alles auf kindgerechte Weise, aber trotzdem ohne zu verharmlosen, was mir an diesem Buch besonders gefällt. Tamara Bos achtet sehr darauf, die Kinder mit dem, was sie schreibt, nicht zu überfordern, erzählt ihnen aber auch keine Halbwahrheiten.

    Die Illustrationen von Annemarie van Haeringen gefallen mir allerdings weniger gut. Polles Vater wird als blauer Soldat gezeichnet, der den Kampf gegen den Feind Krankheit (rote Soldaten) aufnimmt, aber verliert. Auf einigen Seiten ist daher ein richtiges Gemetzel zwischen blauen und roten Soldaten zu sehen mit Gewehren, Bomben und auch Blutflecken. Derartige Zeichnungen finde ich nicht wirklich passend für ein Kinderbuch.

    Bos, Tamara: Papa, hörst du mich? (Papa, hoor je me?), gebunden mit Schutzumschlag,
    39 Seiten, ISBN 97833772525162, Verlag Freies Geistleben 2013, 13,90 €

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  • [In my Mailbox] 29.04. - 05.05.2013

    An den letzten beiden Wochenenden gab es von meiner Seite her keine Neuzugänge, die ich euch hätte vorstellen können, in dieser Woche sind aber zwei neue Bücher eingezogen, die ich euch gerne zeigen möchte. Beides Bücher, auf die ich mir schon sehr lange sehr freue, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Einmal ist da "Calling Crystal", der dritte (und angeblich) letzte Teil der Savant- Serie von Joss Stirling. Die ersten beiden Teile "Finding Sky" und "Saving Phoenix" haben mir sehr gefallen und ich freue mich darauf, endlich wieder in die Welt der Benedict- Familie eintauchen zu dürfen.

    Mein zweiter Neuzugang ist ein ganz besonderes Buch, auf dessen Erscheinen ich, wenn auch eher unbewusst, ca. 20 Jahre gewartet habe: "Nannis neue Freundin" von Enid Blyton. Ja, ihr lest richtig, es gibt einen neuen Band von "Hanni und Nanni", und das, obwohl die Autorin bereits 1968 verstarb. Dass das Buch da nicht wirklich aus der Feder Enid Blytons stammen kann, liegt nahe, was meiner Freude aber keinen Abbruch tut. Die "alten" Bände wurden schließlich auch nicht alle von der Autorin selbst verfasst, ich habe sie aber trotzdem geliebt und liebe sie immer noch. Natürlich lese ich da auch das neuste Abenteuer der lustigen Zwillinge.

  • [Lesestatistik] April 2013

    Der Mai ist nun zwar schon ein paar Tage alt, aber ich möchte euch trotzdem meine Lesestatistik vom April nicht vorenthalten. Die lohns sich nämlich richtig, ich habe ordentlich gelesen im vergangenen Monat und ganze zehn Bücher geschafft. Es waren dicke und dünne Bücher dabei aus ganz unterschiedlichen Genren, insgesamt komme ich auf 2977 gelesene Seiten. Zwei der Bücher habe ich für den LoveLetter gelesen. Ganz besonders freue ich mich, dass ich es endlich geschafft habe, die Mütter- Mafia- Trilogie von Kerstin Gier zu lesen, die schon so lange auf meinem SUB lag! Allerdings bin ich auch ein bisschen traurig, es gibt ja keinen weiteren Band und somit bin ich mit der Reihe auch schon wieder durch.

    Was die Rezensionen angeht, habe ich im April leider ein bisschen geschludert. Von 10 Rezensionen stehen noch vier aus, ich hoffe, ich habe in den kommenden Tagen endlich Zeit, sie zu schreiben und hier einzustellen.

    Leseliste April 2013
    Levy, Marc - Die zwei Leben der Alice Pendelbury (LoveLetter)
    Day, Sylvia - Crossfire 2 Offenbarung (6/10)
    Schacht, Andrea - Kyria & Reb 2 Die Rückkehr (7/10)
    Jaouen, Hervé - Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind? (8/10)
    Bos, Tamara - Papa, hörst du mich? (5/10)
    Gier, Kerstin - Die Mütter- Mafia (9/10)
    Klise, Kate - Verliebt in Paris (LoveLetter)
    van Maarsen, Jacqueline - Deine beste Freundin Anne Frank (9/10)
    Gier, Kerstin - Die Patin (9/10)
    Gier, Kerstin - Gegensätze ziehen sich aus (8/10)

    Wie ihr oben auf meiner Leseliste sehen könnt, haben drei Bücher im April neun Blumen von mir erhalten. Da zwei dieser drei Bücher zur Mütter- Mafia- Trilogie von Kerstin Gier gehören, habe ich mich entschlossen, die komplette Reihe zu meinem Buch des Monats April zu machen, denn diese Bücher haben mir im April am meisten Spaß gemacht.

     

  • Die Gewinner der Aktion "Blogger schenken Lesefreude"

    Ihr Lieben,

    da blog.de seit heute Mittag Zicken machte, konnte ich die Gewinner meines Gewinnspiels zum Welttag des Buches bisher noch nicht verkünden. Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen.

    Viele viele von euch haben mitgemacht, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich hoffe, die beiden Gewinnerinnen freuen sich ebenso über ihr Buch. Und ihr anderen seid bitte nicht traurig, es gibt bestimmt bald wieder ein Gewinnspiel hier auf "Tea, Chocolate and Books".

    So, nun kommen wir aber endlich zu den glücklichen Gewinnerinnen.  Random.org hat entschieden:
    "Vintage Tea Party"
    geht an Stefanie Jahn,
    "Herzblut"
    bekommt Christine Frank.
    Herzlichen Glückwunsch euch beiden!

  • [Rezension] Die Mütter- Mafia - Kerstin Gier

    Inhalt:
    Nach 15 Jahren Ehe wird Constanze Wischnewski von ihrem Mann Lorenz samt zweier gemeinsamer Kinder wegen einer anderen Frau vor die Tür gesetzt. Nun steht sie da, ohne Mann, ohne Job, abgeschoben in der altbackene Haus der verstorbenen Schwiegermutter in dem sich die Familie alles andere als wohl fühlt. Doch Hilfe naht in Form der Nachbarinnen Mimi und Anne, mit deren Hilfe es Constanze gelingt, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Gemeinsam nehmen sie als „Mütter- Mafia“ den Kampf gegen die Übermütter der Insektensiedlung auf und schrecken dabei auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurück. Gut, dass es Anton, den attraktiven Anwalt gibt, der Constanze nur zu gerne in allen Lebenslagen unterstützt.

    Meine Meinung:
    Kerstin Gier ist bekannt für ihren unvergleichlichen Humor und ihre herrliche Art, das Leben so richtig auf die Schippe zu nehmen. In ihrem Buch „Die Mütter- Mafia“ rechnet sie schonungslos mit all den Übermüttern, die anderen Müttern regelmäßig das Leben zur Hölle machen und sie in tiefe Sinnkrisen stürzen, ab und schafft so eine Bibel für all die Mütter, deren Kinder noch Kinder sein dürfen und abseits von Ultra- Frühförderung und Babyzeichensprache aufwachsen.

    Mit Constanze, Mimi, Anne und Trudi, den Mitgliedern der Mütter- Mafia, hat die Autorin vier völlig unterschiedliche Figuren mit viel Identifikationspotenzial geschaffen. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen und sind alles andere als perfekt, gerade deshalb aber sehr sympathisch und liebenswert. Ein Stück weit dürften sich sie meisten Leserinnen irgendwo in einer der vier Damen wiederfinden. Und auch die Übermütter aus der Mütter- Society kennt man, eine von ihnen findet sich mindestens in jedem Bekanntenkreis. Dies fördert zudem das Gefühl, eine Geschichte aus dem wahren Leben zu lesen. Natürlich sind einige Dinge ziemlich überspitzt gezeichnet, sorgen aber gerade deshalb für besonderen Spaß. Man kommt aus dem Lachen kaum noch heraus bei der Lektüre dieses Buches, doch die Geschichte hat durchaus auch ihre ernsten Seiten. Diese überwiegen zwar nicht, sorgen aber für den nötigen Tiefgang.

    „Die Mütter- Mafia“ bietet nicht nur für Mütter kurzweiligen Lesespaß, all jenen, die Lust auf humorvolle Unterhaltung mit einem gewissen Augenzwinkern haben, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.



    Gier, Kerstin: Die Mütter- Mafia, Taschenbuch, 320 Seiten, ISBN 97833404152964, Bastei Lübbe 2005, 7, 99 €

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  • [Rezension] Deine beste Freundin Anne Frank - Jacqueline van Maarsen

    Klappentext: (Text- und Bildquelle: Fischerverlage)
    Millionen von Jugendlichen in aller Welt kennen das Tagebuch der Anne Frank. Anne Frank kam im Oktober 1941 neu in Jacqueline van Maarsens Klasse am Jüdischen Lyzeum in Amsterdam. Die beiden freundeten sich schnell an, übernachteten beieinander, tauschten ihre Geheimnisse aus. Ihre Freundschaft endete abrupt, als Anne Frank mit ihrer Familie im Juli 1942 untertauchte.

    Einfühlsam und berührend beschreibt Jacqueline van Maarsen die Kindheit im Krieg und macht hautnah spürbar, was es bedeutete, ein jüdisches Mädchen im Nationalsozialismus zu sein.

    Meine Meinung:
    Die bewegende Geschichte der Anne Frank und ihrer Familie dürfte jedem ein Begriff sein. Nun meldet sich Annes beste Freundin Jacqueline, die in Annes Tagebuch unter dem Namen Jopie Erwähnung findet, zu Wort und schildert die Freundschaft der beiden jüdischen Mädchen aus ihrer Sicht.

    Jacqueline van Maarsen ist die Tochter eines niederländischen Juden und einer französischen Katholikin, ein Umstand, der ihr, ihrer Schwester Cricri und dem Vater das Leben rettete. Doch auch die Familie van Maarsen bekam Hitlers Hass auf Juden zu spüren. Darum geht es in diesem Buch allerdings nicht vordergründig, sondern um die Wahrnehmung der Judenverfolgung aus der Sicht einer quasi Außenstehenden. Da sie ja Jüdin ist, hat Jacqueline van Maarsen natürlich viel Kontakt mit anderen Juden. Diese verschwinden nach und nach, tauchen unter oder werden von den Nazis deportiert. Dies ist schrecklich für die junge Jacqueline, doch sie macht sich nur wenig Sorgen um Freunde und Verwandte, wähnt sie diese doch in Sicherheit in der Schweiz oder in einem Arbeitslager in Deutschland. Es ist der erwachsenen Jacqueline erstaunlich gut gelungen, die Naivität ihrer jüngeren Ichs deutlich zu machen. Selbst beim Leser, der ja weiß, welche Grausamkeiten jüdische Menschen damals erleiden mussten, stellen sich beim Lesen Gedanken ein wie:“ Wird schon alles gut gehen, die kommen bestimmt gesund wieder.“ Man übernimmt ein Stück weit selbst Jacquelines Unwissenheit, bis einen die Realität dann, genau wie das Mädchen, mit aller Macht einholt.

    Es ist eine sehr bewegende Erfahrung, Anne Frank so viele Jahre nach ihrem Tod noch einmal von einer anderen Seite kennenlernen zu dürfen. Die Anne aus dem Tagebuch, das Mädchen, das erst in ständiger Angst vor den Nazis und später in der Enge des Hinterhauses lebte,  „kennt“ man. Jacqueline van Maarsen zeichnet aber ein ganz neues, noch unbeschwertes Bild von ihr.

    2005 wurde dieses Buch bereits unter dem Titel „Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank“ im Erwachsenenprogramm der Fischerverlage veröffentlicht. Glücklicherweise hat sich der Verlag nun entschlossen, es unter einem weniger irreführenden Titel im Kinder- und Jugendbuchprogramm erneut zu veröffentlichen und es so der jüngeren Zielgruppe zugänglicher zu machen. „Deine beste Freundin Anne Frank“ sollte man unbedingt lesen, sei es als Einstieg in die Literatur über das jüdische Mädchen oder aber als interessante Ergänzung. Von mir bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung!

    van Maarsen, Jacqueline: Deine beste Freundin Anne Frank (Je beste vriendin Anne), Hardcover, 208 Seiten, ISBN 97833596855414, Fischer KJB 2013, 12,99 €

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  • [Pressemeldung] Die Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen zum Deutschen Jugendliteraturpreis

    Der Deutsche Filmpreis geht dieses Jahr an die US-Produktion "Django Unchained"!

    Beim Deutschen Filmpreis wäre diese Meldung ein Skandal - beim Deutschen Jugendliteraturpreis (DJLP) ist sie die Regel. Im Gegensatz zu den staatlichen Literaturpreisen anderer Länder dient der DJLP nämlich nicht vorrangig der Förderung der eigenen Kinder- und Jugendliteratur. Stattdessen konkurrieren deutschsprachige Originalwerke aus dem Vorjahr mit internationalen Titeln (egal welchen Jahres) in der deutschen Übersetzung.

    Zur Zeit der Entstehung des Staatspreises 1956 gab es dafür gute Gründe: Die deutschsprachige Literatur war vom Nationalsozialismus ideologisiert, zensiert und indoktriniert. Es war – auch für die Literatur selbst – lebenswichtig, den Blick auf internationale Werke zu lenken. Eine Idee, die viel Gutes bewirkte und die literarische Welt nach Deutschland brachte. Und die heute, nach fast 60 Jahren, dringend überdacht werden muss.

    Denn die Welt, auch die der Bücher, hat sich verändert. Wir sind global, international, medial und interaktiv geworden. Es bedarf nicht mehr des DJLP, um darauf hinzuweisen, dass es in den USA oder in Japan interessante Bücher gibt. Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Unter anderem der, dass es viele gute Bücher in der (inter)nationalen Medienlandschaft schwer haben, gesehen zu werden. Bücher, die im eigenen Land nicht viel gelten, wenn sie nicht viel einbringen und die deshalb nie den Sprung ins Ausland schaffen. Bücher, die es dringend nötig hätten, dass jemand den Blick auf sie lenkt. Die Entwicklung geht in die entgegengesetzte Richtung. In den letzten zehn Jahren waren nur 30% der für den DJLP nominierten Bücher deutschsprachige Originalwerke. 2013 war kein einziges der nominierten Kinderbücher von einem/r deutschsprachigen Autor/in – wie auch schon in den Jahren 2005, 2006 und 2007. Kritik an den Vergaberichtlinien gibt es aus allen Teilen der Literaturbranche seit Jahren. Bisher blieb sie erfolglos.

    Nun wenden sich über 400 AutorInnen und IllustratorInnen in einem Offenen Brief an Ministerin Schröder und an den Arbeitskreis für Jugendliteratur. Darunter zahlreiche namhafte Vertreter der Literaturwelt. Ihnen geht es nicht darum, Übersetzungen internationaler Titel ins Deutsche zu benachteiligen. Im Gegenteil! Indem sie für eine eigene Sparte "Übersetzung" plädieren, hoffen sie auf einen Chancenausgleich der beiden Werkformen. So könnte der Preis in Zukunft beidem gleichermaßen gerecht werden, dem Originalwerk und der Übersetzung – und endlich die anhaltende Kritik um diese wichtige Auszeichnung beenden.

    Die Ministerin erhält den Brief am 23.4.2013, dem Welttag des Buches.

    Weitere Informationen wie den offenen Brief und den Stand der eingegangenen Unterschriften bekommt ihr hier.

Über mich
Buch des Monats April
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