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  • My Villa Vanilla - Mina Hesse

    Klappentext: (Tex- und Bildquelle: Busse Seewald)
    Wohnen ist für Mina Hesse Leidenschaft. Entspannung findet sie beim Umdekorieren ihres weißen Hauses, das vor allem einladend und gemütlich sein soll. Je nach Stimmung verschiebt sie Möbel und tauscht Wohnaccessoires wie Kissen, Decken, Schilder und Laternen aus.
    In diesem Buch führt sie durch ihre liebevoll dekorierten Räume und den Garten. Sie zeigt ihre schönsten DIY- Projekte, gibt Anregungen für spannende Arrangements und teilt leckere, aber einfach nachzumachende Rezepte.
    Alles verschönern – das ist ihre Welt. Sei es eine romantisch- florale Wohnzimmerdekoration für kuschelige Nachmittage, eine ruhige Einrichtung in Schwarz- Weiß für arbeitsreiche Stunden oder gepunktete Accessoires für ein Kaffeetrinken im Frühlingsgarten – Mina dekoriert mit Herz.
    Seit 2012 begeistert Mina Hesse die Dekowelt auf myvillavanilla.blogspot.de mit liebreizenden Texten und Bildern aus ihrer Villa Vanilla.

    Über die Autorin:
    Mina Hesse lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und Hund Sam in der Nähe von Hamburg und arbeitet als freiberufliche Stylistin.

    Meine Meinung:
    Obwohl ich zahlreiche Blogs verfolge, war Mina Hesses Blog bisher völlig an mir vorbei gegangen. Das wird sich aber ab sofort ändern, denn in ihre Art, Wohnräume einzurichten und zu dekorieren, habe ich mich total verliebt. Ihr Stil ist einfach wundervoll und gemütlich, wirkt dank der hellen Farben aufgeräumt, aber nie steril und ebenso wenig kitschig. Natürlich gibt es Dekovorschläge, die ich mir nicht in meine Wohnung stellen würde, aber im Großen und Ganzen gefallen mir ihre Ideen.

    Nach einem kurzen Vorwort beginnt Mina Hesse mit der Führung durch ihr Haus und zeigt uns als erstes den Eingangsbereich, ihre Diele. Viele schöne Fotos sorgen dafür, dass man sich genau vorstellen kann, wie es dort aussieht. Vereinzelt werden bestimmte Dekoelemente genau unter die Lupe genommen und Mina erzählt ihre Geschichte und was sie (ihr) bedeuten. Außerdem gibt es zwei Do- it- Yourself- Tipps, einmal für eine Holzmatte und einmal für eine Korbtasche mit Peacezeichen (welche ich übrigens ein paar Tage, bevor dieses Buch in meinen Besitz kam, für sehr viel Geld in einem Laden entdeckt habe).

    Weiter geht es ins Esszimmer, das ebenfalls auf vielen vielen Fotos abgebildet ist. Zusätzlich zeigt Mina ihre Deko für ein „Sonntagsfrühstück mit Margerite“ sowie „Ein Abendessen am Wochenende“. DIY- Tipps gibt es in diesem Kapitel keine, dafür aber ein Rezept für kandierte Fliederblüten auf Muffins und Brot im Blumentopf.

    Als nächstes führt der Rundgang in den Garten, wo verhältnismäßig wenig Deko gezeigt wird, es dafür umso mehr DIY- Tipps und Rezepte gibt. Man erhält Anleitungen für eine selbstgemachte Wimpelkette, ein Holzschild, ein Sternentablett und das Rezept für selbstgemachten Hugo. Hmmmmmm…

    Anschließend geht es zurück ins Haus, in einen Raum, den ich für einen der wichtigsten im ganzen Haus halte – die Küche. Minas Küche ist ein Traum in weiß und sie besitzt Geschirr und Küchenaccessoires, bei denen ich am liebsten meine Schränke ausräumen und alles neu kaufen würde. Ich könnte mir die Bilder stundenlang anschauen! Natürlich dürfen auch in diesem Kapitel Rezepte nicht fehlen, es gibt eines für Brot und, passend dazu, für Erdbeermarmelade mit Vanille.

    Der nächste Raum, der vorgestellt wird, ist das Wohnzimmer. Ein wunderschöner, großer Raum, in dem die Autorin ihrer Kreativität freien Lauf gelassen hat. In so einem Wohnzimmer kann man sich nur wohlfühlen und bekommt viele tolle Anregungen für die eigenen vier Wände. Zum selber machen gibt es Anleitungen für einen „spruchreifen Lampenschirm“, „ein Stoffkleid für die Hutschachtel“ und „Kissen mit Lavendeldruck“ sowie ein Rezept für belgische Waffeln.

    Aus dem Wohnzimmer geht es wieder hinaus ins Freie und Mina Hesse präsentiert ihre Ideen für einen Sommergarten. Dieses Kapitel ist das längste im ganzen Buch und enthält viele DIY- Tipps und Rezepte – natürlich mit allem, was der Garten hergibt, wie Erdbeeren, Äpfel, Johannisbeeren, Gurken und Rosen.

    Frisch gestärkt geht es erneut ins Haus zurück, dieses Mal ins Dachgeschoss, wo sich das Elternschlafzimmer und die Zimmer der zwei Kinder befinden. Zuerst wird der Flur mit seiner Deko gezeigt, anschließend das Zimmer von Minas Sohn Jonas, dann das der Tochter Jana und zum Schluss das Schlafzimmer von Mina und ihrem Mann. Zum selber machen gibt es hier einen Lampenschirm, einen Teppich mit Streifen und einen Sternenkrug.

    Als letztes geht es ganz hoch nach oben unters Dach, wo Mina ein kleines Reich nur für sich hat. Hier arbeitet, malt und näht sie und lebt ihren ganz speziellen Kleinmädchentraum. Mit diesem kurzen Kapitel endet das Buch schließlich, es folgen noch eine kurze Info über die Autorin sowie die Danksagung.

    Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und es liegt immer parat, weil ich es ständig wieder in die Hand nehme und darin blättere. Der Mix aus inspirierenden Fotos, Anregungen zum selber machen und Rezepten macht dieses Buch zu einem Allrounder, in dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Bei der Einrichtung unserer nächsten Wohnung werde ich sicherlich die ein oder andere Idee aus dem Buch verwirklichen und mich von ihm inspirieren lassen. Und auch das Blog werde ich weiter verfolgen und mich weiter von Minas Kreativität begeistern lassen.

    Hesse, Mina: My Villa Vanilla Wohnen, wie es mir gefällt, Hardcover, 160 Seiten,
    ISBN
    9783772473623, Busse Seewald 2014, 24,95 €

  • [Rezension] Was passiert da, Lieselotte? - Alexander Steffensmeier

    Klappentext (Text- und Bildquelle: Fischerverlage):
    Lieselotte schaut neugierig aus ihrer Stalltür. Viele spannende Dinge sind da zu sehen: durch das Küchenfenster zum Beispiel. Da steht doch eine Torte oder? Wie lecker! Aber als Lieselotte die Tür öffnet, liegt da nur ein bunter Stapel Wäsche. Perfekter Spaß für die Allerkleinsten durch das Entdecken und Wiedererkennen von Alltagsgegenständen.

    Meine Meinung:
    Ich als Erwachsene bin schon länger ein großer Fan der lustigen Kuh Lieselotte und konnte auch bei meiner Arbeit viele Kinder mit meiner Begeisterung anstecken. Meine Bücher sind mir allerdings heilig und kommen nach Möglichkeit nicht in die Nähe meines sabbernden, alles in den Mund nehmenden Babys, denn das würden sie über kurz oder lang wohl nicht überleben. Mit den schönen Pappbilderbüchern kann er, obwohl er noch so klein ist, trotzdem schon mit Lieselotte Abenteuer erleben und es ist nicht weiter schlimm, wenn eine der Seiten mal in seinem Mund landet oder mit nassen Spuckehändchen betatscht wird.

    Die Geschichte ist natürlich deutlich weniger komplex als in den normalen Büchern. Auf jeder Seite stehen nur ein bis zwei Sätze, dafür gibt es aber viel zu entdecken! Alexander Steffensmeier spart auch in diesem Buch wieder nicht an lustigen Details, von denen man jedes Mal, wenn man das Buch aufschlägt, wieder neue entdeckt. Besonders sind dieses Mal die Fenster, in denen Lieselotte etwas zu sehen glaubt, was sich dann beim Umblättern als etwas ganz anderes entpuppt. Rückseitig ist das jeweilige Fenster ebenfalls mit einem lustigen Bild versehen, was das ganze Buch zu einem Kunstwerk macht. Nicht nur für Kinder ist das Betrachten der Bilder immer wieder ein Erlebnis! Wir lieben dieses Buch!

    Steffensmeier, Alexander: Was passiert da, Lieselotte?; Hardcover Pappbilderbuch,
    ISBN 9783737361569, Fischerverlage 2014, 7, 99 €

    Lieselottes Homepage

  • Lebenszeichen

    Hallo ihr Lieben,

    hier auf dem Blog war ja nun schon einige Zeit nichts mehr los, was mir sehr leid tut. Der Grund dafür ist allerdings ein sehr schöner, denn am 22.11. ist unser kleiner Sonnenschein Luis auf die Welt gekommen und hält mich seitdem recht erfolgreich vom Lesen und vor Allem vom Bloggen ab. Von daher wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis ich wieder zum rezensieren komme. Ich habe mir fest vorgenommen, das Blog weiterhin zu betreiben, nur wann genau das wieder sein wird, kann ich nicht sagen. Momentan haben einfach andere Dinge Priorität. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse und schaut vielleicht ab und zu noch mal vorbei, ob es was Neues gibt.

  • Die Tribute von Panem - Das Spiel

    Ab heute läuft er endlich im Kino, der sehnsüchtig erwartete zweite Teil der erfolgreichen „Die Tribute von Panem“- Trilogie von Suzanne Collins, „Catching Fire“. Ich konnte ihn bereits gestern Abend in der Preview sehen und bin wieder einmal begeistert. Auch beim zweiten Teil wurde sich wieder allergrößte Mühe gegeben, nahe am Buch zu verfilmen und ich bin geneigt zu behaupten, dass der Film fast noch besser gelungen ist als der erste Teil.

    Passend zum Kinostart erscheint ein bereits mehrfach preisgekröntes Abenteuerspiel, das man bei Facebook sowie auf androidfähigen Geräten, iPad und iPhone spielen kann. Erhältlich ist es KOSTENLOS bei Facebook, im Amazon App- Shop und im Apple- Shop. Monatliche Updates vergrößern die Spielwelt stetig und lassen Katniss und Peeta immer wieder neue Abenteuer bestehen.

    Weitere Infos:
    http://www.dietributevonpanem.de/spiel/
    http://www.thehungergamesadventures.com/

  • [Rezension] Kuchenliebe - Julian Day


    Klappentext
    (Text- und Bildquelle: Thorbecke Verlag):

    Backen macht Spaß – und es ist eine wunderbare Gelegenheit, sich zu entspannen. Kuchen sind von Natur aus etwas Besonderes, und besondere Dinge teilt man am besten mit anderen. Wen sonst sollte man verwöhnen, wenn nicht die, die man am meisten liebt? Für jede Gelegenheit ist etwas dabei: schnelle und einfache Leckereien für den Nachmittagstee oder –kaffee, nahrhaftes Naschwerk für die Familie und raffinierte Desserts für die Dinnerparty. Alle Rezepte sind sorgfältig ausgewählt und das Ergebnis schmeckt garantiert fantastisch.


    Meine Meinung:

    Für „Kuchenliebe“ öffnet der Brite Julian Day das Rezeptbuch seiner berühmten „Meg Rivers Cake“ Bäckerei und macht sie damit der breiten Masse zugänglich. Die Rezeptsammlung ist in sechs Kapitel unterteilt:
    * Familienkuchen
    * Kleine Kuchen
    * Brownies, Schnitten und Riegel
    * Kekse
    * Kastenkuchen und Brote
    * Tartes

    Außerdem gibt es eine kurze Einführung, ein Register, in dem sämtliche Rezepte verzeichnet sind und ein kurzes Dankkapitel.

    Wie beim Thorbecke Verlag üblich ist jedem Rezept eine Doppelseite gewidmet. Auf einer Seite befinden sich Zutatenliste, Backanleitung und ein paar persönliche Worte des Autors zum jeweiligen Gebäck, auf der anderen ein appetitanregendes Foto des fertigen Produkts. Bezüglich der Übersichtlichkeit gibt es wieder mal keinen Anlass zur Kritik, da auf den ersten Blick ersichtlich ist was wo steht und was man braucht. Ein absoluter Pluspunkt, der das Backen deutlich vereinfacht.

    Die Fotos des Fotografen Steve Painter sind eine Augenweide! Nicht nur, dass einem beim Anblick der vielen verschiedenen Gebäcke das Wasser im Mund zusammenläuft, auch das Drumherum, das sich zusätzlich noch auf den Rezeptseiten findet, ist wunderbar stimmig und sieht einfach toll aus. Zwischen den Rezepten finden sich zusätzlich noch Bilder aus der Heimat des Autors, so dass es richtig viel anzusehen gibt und man das Buch gerne auch ohne konkretes Backvorhaben in die Hand nimmt um sich die schönen Bilder anzusehen.

    Ein kleiner, persönlicher Kritikpunkt ist dieses Mal die Auswahl der Rezepte. Klar, der Autor ist Brite und verkauft in seiner Bäckerei traditionell britisches Gebäck. Somit finden sich in diesem Buch eher reichhaltige Rezepte, leichte Joghurttorten etc. darf man nicht erwarten. Von 60 Rezepten sind jedoch 14 mit Rosinen und/ oder Sultaninen, die man auch nicht unbedingt immer weglassen kann. Es gibt aber bekanntlich sehr viele Menschen, die keinen Rosinen und Sultaninen mögen, von daher finde ich es sehr bedauerlich, dass so viele Rezepte für sie wegfallen. Das Gleiche gilt für Rezepte mit getrockneten Früchten, speziell Datteln, die ja auch längst nicht jedermanns Sache sind und die in einigen „Kuchenlieb“- Rezepten vorhanden sind. Des Weiteren muss ich leider die Vielzahl an Backvorschlägen, für die Pekannüsse von Nöten sind, bemängeln, denn diese Nusssorte ist, zumindest in meiner Umgebung, unglaublich schwer zu bekommen.

    Trotzdem gibt es in „Kuchenliebe" viele tolle Rezepte, die ohne die unerwünschten Zutaten auskommen. Ob Torten, Küchlein, Plätzchen oder Brot, die meisten Geschmäcker dürften in diesem Buch mindestens ein Rezept finden, das ihnen zusagt.

    Day, Julian: Kuchenliebe Die besten Rezepte aus dem Familienbackbuch, Hardcover,
    144 Seiten, ISBN 9783799507820, Thorbecke 2013, 19,99 €

  • [Rezension] Wen der Rabe ruft - Maggie Stiefvater

    Inhalt:
    Blue Sargent stammt aus einer Familie, in der alle Frauen mit einer magischen Gabe gesegnet sind. Ihre eigene ist allerdings ziemlich unspektakulär, denn sie verstärkt nur die Gaben der anderen. Wichtig für die anderen Frauen, deprimierend für Blue. Als sie jedoch am Vorabend des Markustags mit ihrer Tante Neeve die Seelen all derer, die im nächsten Jahr sterben werden, in Empfang nimmt, kann sie plötzlich eine der Seelen sehen. Blue ist entsetzt, denn einer Weissagung nach zu Folge wird sie für den Tod dieses Jungen, Gansey, verantwortlich sein. Um ihn zu retten freundet sie sich mit Gansey und seiner Clique an und geht mit ihnen auf die Suche nach den sagenumwobenen Ley- Linien und ihrem König. Dabei ahnt sie nicht, dass sie alle in eine Geschichte hineingezogen werden, die schon vor langer Zeit ihren Anfang nahm und überaus gefährlich ist.

    Meine Meinung:
    Wie schon in ihrem Buch „Rot wie das Meer“ legt Maggie Stiefvater auch ihrem neusten Werk eine alte, eher unbekannte Sage zu Grunde und baut ihre ganz eigene Geschichte darauf auf. Dieses Mal geht es um den walisischen Rabenkönig Owain Glyndwr, dessen Grab Blue, Gansey und seine Freunde suchen. Ein interessanter Ansatz mit Potenzial, das Maggie Stiefvater dieses Mal aber leider nicht ganz auszuschöpfen weiß.

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Handlung des Buches sehr verwirrend fand und große Schwierigkeiten hatte, sie zu durchschauen. Die Autorin fängt immer neue Handlungsstränge an ohne bereits bestehende zu beenden und lässt diese dann zu einem schier undurchschaubaren Knäuel zusammenlaufen, das sich erst auf den allerletzten Seiten wieder halbwegs entwirrt. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es wirklich alle waren. Meine Fragen wurden nicht alle beantwortet, es ist aber durchaus möglich, dass ich im ganzen Handlungswirrwarr einfach nicht mitbekommen habe dass ein Rätsel gelöst wurde.

    Zusätzlich zur unübersichtlichen Handlung gelingt es Maggie Stiefvater dieses Mal nur schwer, Spannung zu erzeugen. Stellenweise musste ich mich richtig durch das Buch quälen, besonders, wenn Gansey sich wieder in seitenlangen Schwärmereien über den Rabenkönig verliert. Einige Infos über Owain Glyndwr sind sicherlich interessant und auch nötig, um den Überblick über die Suche nach ihm und ihre Hintergründe nicht vollends zu verlieren, aber irgendwann wird es einfach zu viel und man läuft Gefahr, die Passagen nur noch halbherzig zu überfliegen. Erst im letzten Drittel ist die Spannung soweit aufgebaut, dass sie den Leser fesseln kann.

    Dass „Wen der Rabe ruft“ nicht zu einem totalen Flop wird ist wieder einmal Maggie Stiefvaters unvergleichlichem Schreibstil zu verdanken. Außerdem ist es ihr gelungen, einige interessante Charaktere zu erschaffen, die der Geschichte ebenfalls ordentlich Auftrieb geben, so dass am Ende doch noch ein mittelmäßiges Buch herauskommt. Sicherlich nicht das beste Werk der Autorin, aber alles in Allem ganz annehmbar.

    Stiefvater, Maggie: Wen der Rabe ruft (The Raven Boys), gebunden mit Schutzumschlag, 460 Seiten, ISBN 9783839001530, Script 5 2013, 18,95 €

  • [Rezension] Bloodlines Magisches Erbe - Richelle Mead

    Inhalt:
    Immer noch hat die Alchemistin Sydney Sage große Probleme, ihre Sympathien für Vampire und Moroi vor ihrer Zunft zu verbergen. Dass sie sich zu allem Überfluss auch noch in den attraktiven Vampir Adrian Ivashkov verliebt hat, ist ihrer Sicherheit zusätzlich wenig förderlich. Außerdem betreibt sie weiterhin Magie und findet immer mehr Gefallen daran. Ihre Loyalität zu den Alchemisten nimmt immer weiter ab und Sydney beginnt alles, woran sie je geglaubt und wovon sie immer überzeugt war, zu hinterfragen. All diese Probleme werden jedoch in den Schatten gestellt als Jagd auf junge Mädchen mit magischen Fähigkeiten gemacht wird. Sydney will helfen, diese Mädchen zu schützen, und gerät dabei als eine von ihnen selbst in größte Gefahr.

    Meine Meinung:
    Nachdem Richelle Mead in den ersten beiden Bänden ihres Spinn- Offs „Bloodlines“ nicht an den Erfolg der „Vampire Academy“ anknüpfen konnte, läuft sie im dritten Teil „Magisches Erbe“ endlich wieder zur altbekannten Form auf. Sie befreit Sydney endlich ein Stück weit aus den Fängen der Alchemisten und gesteht ihr die Eigenständigkeit, die ihr bislang so sehr fehlte, zu. Zwar sind die Ängste des Mädchens, in ein Umerziehungslager gesteckt zu werden, immer noch sehr groß, doch sie lässt nicht mehr zu, dass sie von diesen beherrscht wird. Die junge Alchemistin wird immer kritischer, hinterfragt vieles und lässt damit endlich ihre grenzenslose Naivität hinter sich, was sie sehr im Ansehen des Lesers steigen lässt. Außerdem ist es ungemein förderlich für die Spannung!

    Sydneys Gefühle für Adrian, gegen die sie sich zwar immer noch wehrt, gegen die sie aber machtlos ist, sorgen ebenfalls für einen rasanten Sympathie- und Spannungsanstieg. Adrian ist göttlich wie eh und je, legt in diesem Buch aber noch zu und erobert damit auch das Herz des letzten Zweiflers. Umso erfreulicher, dass der Fokus der Geschichte auf seiner und Sydneys „Beziehung“ liegt, denn so kommt man in den Genuss einer vollen Ladung Adrian Ivashkov.

    Sydneys angehende Karriere als Magierin bringt zusätzlichen Schwung in die Geschichte. Was der „Vampire Academy“ Roses und Dimitris Kampfszenen sind, scheinen „Bloodlines“ Sydneys Hexenrituale zu sein. Und da die Vermutung naheliegt, dass es davon in Zukunft noch einige geben wird, bin ich guter Dinge, dass die Autorin in den folgenden Bänden das Spannungslevel ohne Probleme halten und vielleicht sogar noch steigern kann.

    Wie schon bei der „Vampire Academy“ braucht Richelle Mead auch bei „Bloodlines“ eine ziemlich lange Vorlaufzeit die Spannung betreffend. Mit „Magisches Erbe“ hat sie es aber endlich geschafft, zu altbekannten Höhen aufzusteigen und dem Leser das zu bieten, was er erwartet und eigentlich auch gewohnt ist. Zwar ist durchaus noch etwas Luft nach oben, doch es darf erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass sie sich im nächsten Band noch steigern wird.

    Mead, Richelle: Bloodlines Magisches Erbe (The Indigo Spell), broschiert, 391 Seiten,
    ISBN 9783802588372, Egmont Lyx 2013, 12,99 €

  • [Rezension] Und unten leuchten wir - Rita Efinger- Keller

    Klappentext (Textquelle: Patmos Verlag):
    Laternen basteln, singen, die Geschichten von Martin hören, Brezeln backen und naschen… Kinder lieben Sankt Martin! Wenn er durch die Straßen zieht, leuchten oft hunderte Laternen von kleinen und großen Martinsläufern in der Nacht – und jedes Jahr werden es mehr. In Kindergarten und Schule wird das beliebte Fest wochenlang vorbereitet, und auch zu Hause macht das Laternenbasteln großen Spaß.
    Dieses Buch bietet viele neue Ideen und wiederentdeckte Schätze für die Vorbereitung und das Feiern des Sankt- Martin- Festes: Leckere Rezepte, Lieder, Spiele, Geschichten und unkomplizierte Bastelanleitungen bringen nicht nur Laternen zum Leuchten!

    Meine Meinung:
    Bei der Arbeit mit Kindern kommt man um das Martinsfest nicht herum. Schon Wochen im Voraus freuen sich die Kleinen auf das Laternensingen und möchten sich ausgiebig mit dem Thema „Sankt Martin“ beschäftigen. Aber bitte nicht jedes Jahr auf die gleiche Art! Rita Efinger- Kellers Buch schafft hier Abhilfe und bietet eine große Auswahl an Dingen, mit denen man sich als Vorbereitung zu Sankt Martin beschäftigen und den Kindern die Wartezeit vertreiben kann.

    Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt:
    * Was uns reich macht: Teilen
    * So kommt das Licht in die Welt
    * Kunterbunter Gänsespaß
    * Komm mit auf Entdeckungsreise!
    * Sankt Martin – mehr als ein Kinderfest

    Im ersten Kapitel “Was uns reich macht: Teilen“  geht es, wie der Name ja bereist sagt, um das Teilen. Spielerisch und niedrigschwellig werden die Kinder an das Thema herangeführt und es wird ihnen verdeutlicht, was und auf welche Art man teilen kann. Geschichten, Lieder und Gebete sind dazu das Mittel der Wahl, aber es gibt auch Mal- und Bastelvorschläge. Rezepte wie beispielsweise „Glückskekse zum Teilen“ oder „Armer Ritter mit Apfelmus“ runden das Angebot ab. Außerdem gibt es Vorschläge für Aktionen wie den „Teil- Tag“ oder eine Martinsparty.

    Das zweite Kapitel „So kommt das Licht in die Welt“ beschäftigt sich ausgiebig mit dem Bauen der Laternen. Mehrere Anleitungen garantieren eine Laterne für jeden Geschmack und jeden Schwierigkeitsgrad. Doch nicht nur für die Umzugs- Laterne wird gesorgt, auch Bastelvorschläge für Fensterbilder und Lichterdekoration für zu Hause bietet dieses Kapitel. Und selbstverständlich gibt es auch wieder Lieder und Geschichten.

    Dass die Gans in der Martinsgeschichte eine große Rolle spielt, wissen die Meisten. Warum das so ist, allerdings nicht. „Kunterbunter Gänsespaß“ stopft diese Wissenslücke und informiert mit Geschichten und Liedern über das für Sankt Martin so wichtige Tier. Darüber hinaus finden sich in diesem dritten Kapitel Back- und Kochrezepte für Gansgerichte, Bastelanleitungen, Malvorschläge und Vieles mehr.

    Das Kapitel „Komm mit auf Entdeckungsreise!“ gibt Tipps für Ausflüge und Aktionen rund um das Martinsfest.

    Zum Schluss des Buches findet sich ein kurzes Kapitel, in dem die Erwachsenen angesprochen werden. Ein „Laternenlied für Große“ und kurze Texte geben Gelegenheit, in sich zu gehen und sich auf die Martinszeit einzulassen. Mit einer „kurzen Lebensgeschichte des heiligen Martin“ endet das Buch.

    Obwohl das Buch mit seinen 88 Seiten eher dünn ist, beinhaltet es alles, was man für ein gelungenes Martinsfest und eine ausführliche Vorbereitung braucht. Vielfältige Mal-, Bastel- und Aktionsvorschläge sowie Rezepte, Lieder und Geschichten bieten für jede Altersgruppe und jeden Schwierigkeitsgrad das passende Angebot. Von diesem Buch hat man sicherlich auch länger als ein Jahr etwas, denn die ganzen Ideen, die es bietet, kann man gar nicht in einem Jahr umsetzen. „Und unten leuchten wir“ eignet sich sowohl für die Arbeit im Kindergarten und in der Schule als auch für die Kirchengemeinde, lohnt sich aber sicherlich auch als Anschaffung für zu Hause.


    Efinger- Keller: Rita: Und unten leuchten wir Sankt Martin feiern, Hardcover, 88 Seiten, ISBN 9783843604024, Patmos 2013, 14,99 €

  • [Lesestatistik] Oktober 2013

    Bevor hier in der nächsten Woche (hoffentlich) endlich wieder einige Rezensionen erscheinen möchte ich noch schnell auf meinen Lesemonat Oktober zurückblicken.
    Wie auch schon im September habe ich sechs Bücher (2168 Seiten) gelesen. Für den LoveLetter waren davon zwei. "Eden und Orion" von Helen Douglas habe ich bereits rezensiert, die übrigen drei Rezensionen folgen in Kürze. Insgesamt habe ich so in 2013 bisher 69 Bücher gelesen.

    Leseliste Oktober 2013:
    Douglas, Helen: Eden und Orion Lichtjahre zu dir (6/10)
    Mead, Richelle: Bloodlines Magisches Erbe (8/10)
    Sorensen, Jessica: Das Geheimnis von Ella und Micha (LoveLetter)
    Stiefvater, Maggie: Wen der Rabe ruft (7/10)
    Koschka, Anna: Mohnschnecke (LoveLetter)
    Henke, Sandra: Flammenzungen (7/10)

    Außerdem rezensiert:
    König, Ira: Frisch vom Blech
    Zevin, Gabrielle: Bitterzart
    Fritsch, Marlene: Wie Sankt Martin seinen Mantel teilte
    Kempe, Christina: Fingerfood

    Ein mal sechs Blumen, zwei Mal sieben und ein Mal acht, kein schlechter Schnitt, aber auch nicht wirklich überragend. Richtig begeistern konnte mich diesen Monat kein Buch, trotzdem ist "Bloodlines Magisches Erbe" von Richelle Mead mein Buch des Monats, denn es hat die meisten Blumen bekommen.


  • [Rezension] Fingerfood - Christina Kempe

    Klappentext:
    Einladen: Ob zum Glas Wein oder auf dem Partybuffet, Fingerfood passt zu jedem Anlass! Mit dazu passenden kreativen Ideen macht schon die Vorbereitung Freude.
    Dekorieren: Mit Tipps zum liebevollen Anrichten werden die feinen Häppchen im Handumdrehen zum kulinarischen Blickfang.
    Geniessen: Aromatische Antipasti, edle Sushi- Häppchen, verführerische Mini- Desserts und eine gute Auswahl an Getränken begeistern Familie und Gäste.

    Meine Meinung:
    Fingerfood ist aktuell in aller Munde, und nachdem es jahrelang verpönt war, mit den Fingern zu essen, liegt es heute absolut im Trend. Kleine Häppchen, die mit einem Haps im Mund verschwinden, sind von keinem Buffet und keiner Party mehr wegzudenken. Dieses Buch gibt Anleitung, wie man sich sein Fingerfood- Buffet schnell und lecker selber zubereiten kann.

    Unterteilt ist das Buch in sechs Kapitel:
    * Einladen, Dekorieren, Genießen
    * Handlich
    * Aromatisch
    * Knusprig
    * Edel
    * Süß & Fruchtig

    Nach einem kurzen Vorwort widmen sich die Autoren zuerst einmal den Themen „Einladen“, „Dekorieren“ und „Genießen“. Sie machen Vorschläge für stilvolle Einladungen und die perfekte Partyplanung, eine dem Anlass entsprechende Deko sowie die passenden Getränke und vieles mehr.

    Danach geht es an die Rezepte. Im zweiten Kapitel „Handlich“ soll es um Speisen gehen, für die kein Besteck notwendig ist, u. A. Cracker, Spieße, Sushi und Quesadillas. Auch Rezepte für verschiedene Dips finden sich in diesem Kapitel. Was allerdings Rezepte für verschiedene Salate hier zu suchen haben, erschließt sich mir nicht ganz, denn um Salat zu essen braucht man definitiv zumindest eine Gabel. Von daher finde ich diese Vorschläge am Thema des Kapitels vorbei.

    Im dritten Kapitel „Aromatisch“ tummeln sich Speisen, die alle in irgendeiner Form mariniert oder eingelegt sind, wie z.B. marinierter Kürbis, Peperonata, verschiedene Salate und Kräutersardinen. Auch hier kann man nur noch entfernt von Fingerfood sprechen, denn meistens braucht man zumindest ein Spießchen oder eine kleine Gabel zum essen. Am Ende des Kapitels gibt es noch Vorschläge für selbstgebackene Cracker, Crissini und Brote, die eine perfekte Ergänzung zu den Rezepten sein sollen. Warum diese allerdings nicht im folgenden vierten Kapitel, das sowieso „Knusprig“ heißt und diverse Brotrezepte enthält, stehen, ist mir schleierhaft.

    Das fünfte Kapitel, „Edel“, hat dann mit Fingerfood so gar nichts mehr zu tun. Für Salate, Terrinen und Suppen ist wieder Besteck nötig. Dieses Kapitel enthält auch die aufwendigsten Rezepte, die man auf einem Fingerfood- Buffet nicht unbedingt erwartet. Einige finden das sicherlich toll, für mich sind diese Speisen aber ein wenig zu viel. Am Ende gibt es dann noch sieben Rezepte für Drinks mit und ohne Alkohol.

    Das sechste Kapitel schließlich bildet den krönenden Abschluss, sowohl des Buches als auch eines jeden Essens: das Dessert. Auch hier ist nichts mit „mit den Fingern essen“, was aber nicht weiter verwunderlich ist, schließlich bestehen Desserts oftmals aus Cremes, Puddings oder Kuchen und die kann man schlecht ohne Besteck essen. Von Parfait über Tarteletts bis hin zu Pavlova und Tiramisu ist alles dabei und lässt das Herz einer jeden Naschkatze höher schlagen. Am Ende dieses Kapitels gibt es noch Vorschläge für schnelle Plätzchen, die dann zum Kaffee etc. gereicht werden können.

    Danach folgen noch Rezept- und Themenregister sowie Informationen über die Autoren, dann endet das Buch.

    Die meisten Rezepte erstrecken sich über eine Doppelseite, wobei eine der Seiten dann gänzlich von einem Foto eingenommen wird, während sich auf der anderen Seite Zutatenliste und Back- /Kochanleitung befinden. Beides ist optisch voneinander getrennt, was das Rezept sehr übersichtlich gestaltet. Sehr praktisch sind auch die Zeitangaben für Zubereitung und Back- bzw. Kochzeit. Zusätzlich liefern die Autoren noch Anregungen für das Anrichten der Speisen.

    Aufgrund des Buchtitels war ich davon ausgegangen, wirklich Rezepte für klassisches Fingerfood, also Sachen, die man in die Hand nimmt, evtl. noch in einen Dip tunkt und dann isst, zu bekommen. Leider finden sich davon nur ein paar in diesem Buch und dafür viele, für die man zumindest einen Spieß oder eine kleine Gabel braucht, was in meinen Augen nicht unbedingt Fingerfood entspricht. Außerdem sind mir bei vielen Rezepten die Zutaten zu außergewöhnlich. Diese Speisen eignen sich eher für verwöhnte und anspruchsvolle Gaumen als für eine schnöde Geburtstagsparty oder Ähnliches. Ebenfalls stört mich, dass die Rezepte sehr fischlastig sind, denn Fisch mag nun mal nicht jeder. Insgesamt hatte ich mir von diesem Buch mehr versprochen und bin ziemlich enttäuscht.

    Kempe, Christina: Fingerfood, Integralband, 144 Seiten, ISBN 9783440130056, Kosmos 2013, 14,99 €

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