Klappentext:
Eugenie Markham ist eine mächtige Schamanin. Sie erhält den Auftrag, ein junges Mädchen zu suchen, das von Feen entführt wurde. Dazu muss sie in die magische Anderswelt reisen. Ein gefährliches Unterfangen, vor allem da zahlreiche Bewohner der Anderswelt ihr plötzlich unsittliche Angebote machen, während andere ihren Tod wollen. Da begegnet ihr der geheimnisvolle Kiyo, dessen Charme sie sofort verfällt…

Meine Meinung:
Da ich Richelle Meads Vampirserie „Vampire Academy“ sehr mag, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass sie mit „Dark Swan“ nun auch eine Reihe für Erwachsene auf den Markt bringt. Meine Erwartungen an den ersten Teil „Sturmtochter“ waren hoch – und leider wurden sie nicht erfüllt. Ich habe 200 Seiten des Buches gelesen und es dann abgebrochen. Der Anfang schleppte sich nur so dahin, ich kam nicht in die Geschichte rein und konnte keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen. Eugenie soll eine toughe Frau sein, die Wesen aus der Anderswelt bekämpft – mir kam sie vor wie eine sich ewig prügelnde Serienkillerin. Eine Schamanin war sie in meinen Augen auch nicht, denn Schamanen sind doch eigentlich Heiler und Medizinmänner, nicht kämpfende Amazonen, die mit Silber und Eisen Fantasiewesen ins Jenseits befördern.

Als Kiyo auftauchte (die Szene in seinem Hotel ist meiner Meinung nach die Gelungenste im ganzen Buch) dachte ich, es würde besser werden, aber leider war dem nicht so. Irgendwann geht es nur noch darum, dass alle Wesen der Anderswelt Eugenie vergewaltigen und schwängern wollen, und das hat mich ganz furchtbar genervt. Es gibt kein anderes Thema mehr, Eugenie kämpft nur noch gegen potenzielle Vergewaltiger, denen sie häufig bis kurz vor knapp ausgeliefert ist. Nach 200 Seiten war mir dann endgültig die Lust am weiterlesen vergangen. Sehr schade, aber ich bleibe lieber bei der „Vampire Academy“.

Ich bedanke mich beim Lyx Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.